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Piratenpartei: Breite Unterstützung statt Klientel-Partei

Die Piratenpartei wird seit einigen Monaten von so vielen Menschen unterstützt, dass wir in Berlin erstmals in ein deutsches Parlament einziehen konnten. Demographen haben nun die Anhänger der PIRATEN einmal unter die Lupe genommen. Das Ergebnis:  PIRATEN-Unterstützer lassen sich in keine Schublade stecken.

  • Während FDP oder die Grünen überwiegend von den oberen Bildungs- und Einkommensschichten gewählt werden, wird die Piratenpartei von Menschen in allen sozialen Schichten unterstützt, beispielsweise auch von Menschen mit Haupt- oder Realschulabschluss. Der CICERO kommentiert, die PIRATEN “entsprechen damit dem Charakter einer Volkspartei eher als Klientel-Parteien wie die FDP oder die Grünen”.
  • Während z.B. mit den Grünen überproportional häufig Beamte sympatisieren, entsprechen die Anhänger der PIRATEN hinsichtlich ihrer Erwerbstätigkeit im Wesentlichen der gesamten Bevölkerung. PIRATEN-Unterstützer sind überdurchschnittlich häufig erwerbstätig (zu 70%). Arbeiter unterstützen die PIRATEN überproportional häufig im Vergleich zu anderen Parteien, offensichtlich sind sie von der etablierten Politik besonders enttäuscht.
  • Mit Ausnahme der über 60-jährigen, die sich weniger für die Piratenpartei begeistern lassen, entspricht die Altersstruktur der Piratenanhänger derjenigen unserer Gesellschaft.
  • Die PIRATEN werden besonders (zu zwei Dritteln) von Männern unterstützt. Ganz klar: An einer größeren Unterstützung der Frauen müssen wir arbeiten.
  • Während sich Wähler anderer Parteien vornehmlich als links (SPD, Grüne, Linke) oder rechts (CDU, FDP) einordnen, sehen sich PIRATEN-Unterstützer vor allem in der politischen Mitte. Dies steht im Einklang mit unserer Meinung, wonach die Einteilung politischer Kräfte in “rechts” und “links” im Fall der Piratenpartei überholt ist.
  • 25% der Anhänger der Piratenpartei sind vorher nicht mehr zur Wahl gegangen, andere haben zuvor CDU (16%), SPD (16%), Grüne (13%), die FDP (11%) oder eine andere Partei gewählt. Die große Unterstützung durch Nichtwähler und Wechselwähler zeigt, wie groß der Wunsch nach einer deutlichen Veränderung des “Betriebssystems der Politik” ist.

Nähere Informationen finden sich im CICERO, für den die Piratenpartei “gespeist vom Frust normaler Bürger” ist. Dazu passt das geflügelte Wort von den PIRATEN als normalen Bürgern, die “Politiker aus Notwehr” geworden sind.

Nach Umfragen sind die meisten Menschen mit der gegenwärtigen Ausgestaltung des politischen Systems in Deutschland unzufrieden und fordern mehr Mitbestimmungsrechte. Wo – wie in der Schweiz – direkte Demokratie praktiziert wird, ist die Zufriedenheit mit dem politischen System weitaus höher.

Wir PIRATEN wollen die Art und Weise, wie politische Entscheidungen getroffen werden, deutlich in Richtung direkte Demokratie, Transparenz und Ehrlichkeit verändern. Es ist sehr erfreulich, dass dieses Projekt unter allen Menschen begeistern kann.

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