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Aus Verkehrssicherheitsbericht lernen – Versteckte Radarfallen abschaffen!

Der Abgeordnete der Piratenpartei Patrick Breyer, Mitglied des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses, fordert Konsequenzen aus der gestern vom Innenminister vorgelegten Verkehrssicherheitsbilanz 2013:

“Dass in Schleswig-Holstein – entgegen dem Bundestrend – so viele Menschen im Straßenverkehr verunfallen wie schon seit Jahren nicht mehr, ist ein Weckruf an den Weiter-so-Innenminister. Die Strategie, Autofahrer durch zufällige versteckte Geschwindigkeitskontrollen einem allgemeinen diffusen Überwachungsdruck aussetzen zu wollen, läuft ins Leere. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen längst, dass der Schutz- und Lerneffekt solcher versteckter Zufallsmessungen gleich Null ist.

Schleswig-Holstein muss sich jetzt von dem Aufstellen versteckter Radarfallen ohne Polizeipräsenz verabschieden und stattdessen auf offene, beschilderte Messungen sowie Anhaltekontrollen an Unfallschwerpunkten umschwenken. Der ‘Blitzermarathon 2013’ hat belegt, dass angekündigte Kontrollen tatsächlich zu einem Rückgang der Unfälle führen. Versteckte Radarfallen können im Gegenteil zusätzliche Unfälle durch abruptes Abbremsen verursachen, wie sich aktuell in Kiel gezeigt hat.”

Hintergrund: Laut Verkehrssicherheitsbericht 2013 verfolgt die Polizei in Schleswig-Holstein bisher die Strategie, “dass der Verkehrsteilnehmer grundsätzlich zu jeder Zeit an jedem Ort mit Verkehrskontrollen rechnen muss.” Die Anzahl der Geschwindigkeitsunfälle erhöhte sich im vergangenen Jahr jedoch um 148 gegenüber dem Jahr 2012. In Nordrhein-Westfalen erfolgt aufgrund eines Erlasses des Innenministers bereits eine durchgängige Ankündigung kommunaler Geschwindigkeitskontrollen.

1 Kommentar zu “Aus Verkehrssicherheitsbericht lernen – Versteckte Radarfallen abschaffen!

  1. “In Nordrhein-Westfalen erfolgt aufgrund eines Erlasses des Innenministers bereits eine durchgängige Ankündigung kommunaler Geschwindigkeitskontrollen.”

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