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Bundeswirtschaftsministerium lehnt Erdkabel in Schleswig-Holstein ab

Das Bundeswirtschaftsministerium will zurzeit keine weiteren Erdkabel auf 380 kV-Ebene legen lassen. Zur Begründung heißt es, auf Höchstspannungsebene lägen “noch keine hinreichenden Erfahrungen über technische und wirtschaftliche Einsatzmöglichkeiten von Erdkabeln vor”. Zuletzt habe das Plenum der Plattform “Zukunftsfähige Energienetze” am 24.05.2012 darauf hingewiesen, dass derzeit neben der Kostenfrage auch Sicherheitsfragen gegen den großflächigen Einsatz von Erdkabeln auch Höchstspannungsebene sprächen. Man wolle daher zunächst die vier im Energieleitungsausbaugesetz vorgesehenen Pilotprojekte abwarten und auswerten, die allesamt nicht in Schleswig-Holstein realisiert werden sollen.

Europacable hält in einer Stellungnahme entgegen: “Zur Betriebserfahrung ist festzuhalten, dass seit dem Jahr 2000 weltweit über 200.000 Kilometer Hochspannungskabel und über 10.000 Kilometer Höchstspannungskabel verlegt worden sind.” Bei Erdkabeln treten seltener Defekte auf als bei Freileitungen. Bei der Erdverkabelung von Teilstrecken seien die Mehrkosten tragbar und könnten unter Umständen durch einen früheren Fertigstellungstermin kompensiert werden (so eine Studie im Auftrag des Bundesumweltministeriums).

Bei der geplanten Westküstentrasse ist besonders die Eiderquerung umstritten, eine Freileitung über der Eider wird verbreitet abgelehnt (wobei dort eine Freileitung bereits existiert).

1 Kommentar zu “Bundeswirtschaftsministerium lehnt Erdkabel in Schleswig-Holstein ab

  1. Wenn man das alles liest, fragt man sich, ob es überhaupt einen Sinn macht, gegen Regierung, Lobby, Systemmedien & finanziell beteiligt Bürger anzukämpfen. Auch wenn wir eine total veraltete Technik bekommen – bis die steht, haben die Verantwortlichen die Kohle eingesackt und/oder sind längst über alle Berge 😉

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