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Ehrenamtlich engagierte Schüler und Studenten in Schleswig-Holstein haben es schwer

Das Problem der mangelnden Vereinbarkeit von Schule/Studium und Ehrenamt ist weiter ungelöst, ergibt sich aus einer Antwort der Landesregierung auf eine parlamentarische Anfrage zu ehrenamtlich engagierten Schülern und Studenten.

Oft sind die Rahmenbedingungen so, dass gar keine Zeit für ein Ehrenamt ist. Problematisch ist etwa, wenn man an Ganztagsschulen auch nach 16 Uhr noch für Hausaufgaben o.ä. eingebunden ist. Ein erster Schritt wäre vielleicht, das zumindest an zwei Nachmittagen pro Woche auszuschließen. Generell könnte eine einheitliche Regelung eines schulfreien Nachmittags helfen, damit Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Schulen an Vereins- und Verbandsangeboten teilnehmen können. An der Uni Kiel gibt es schon einen “Gremiennachmittag” am Mittwoch, das würde auch an anderen Hochschulen und Schulen Sinn machen (Ehrenamtsnachmittag).

Die Antwort der Landesregierung zeigt, dass man bisher zwar für ehrenamtliches Engagement in der Schüler-/Studierendenvertretung freigestellt wird, dass es aber keine verlässliche Freistellungsmöglichkeit für andere Ehrenämter gibt, selbst wenn diese für die Gesellschaft ebenso wichtig sind. Das dürfte in anderen Bundesländern ähnlich sein, denn der Bundesjugendring fordert “verbindliche Freistellungsregelungen für Auszubildende, Schüler_innen und Studierende”. Mich wundert, dass sich berufstätige Jugendleiter freistellen lassen können, Jugendleiter an Schule oder Uni bisher aber nicht.

Wünschenswert wäre es natürlich, wenn ehrenamtliche Tätigkeit nicht nur ermöglicht, sondern durch Anreize gefördert würde (z.B. durch Anrechnung im Studium). Wenn das von Uni zu Uni unterschiedlich ist, kann eine ordentliche Anreizwirkung natürlich nicht entfaltet werden.

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