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Vereinbarung zur schnellen Realisierung der Westküsten-Stromtrasse geplant

Die Landesregierung will mit den Kreisen Nordfriesland und Dithmarschen sowie dem Netzbetreiber TenneT eine Vereinbarung (pdf) zur schnellen Realisierung der 380 kV-Westküsten-Stromtrasse schließen.

Meine Position dazu ist, dass ich die Frage der Trassenabstände zur Wohnbebauung noch für ungeklärt halte. Einer Studie im Auftrag des Bundesamts für Strahlenschutz zufolge müssen 380 kV-Freileitungen im Abstand von 466 m zu Wohngebäuden gebaut werden, damit eine zusätzliche dauerhafte Magnetfeldbelastung vermieden wird. Laut Bundesamt für Strahlenschutz wird ab einer dauerhaften Magnetfeldbelastung von 0,3-0,4 Mikrotesla bei Kindern ein erhöhtes Leukämie-Risiko beobachtet. Die Schweiz hat für neue Stromleitungen unter Vorsorgegesichtspunkten einen Grenzwert von 1 Mikrotesla festgelegt, während in Deutschland ein Grenzwert von 100 Mikrotesla gilt (siehe dazu meine Anfrage an die Landesregierung).

Meines Erachtens müssen wirksame Abstandsregelungen eingeführt und bei deren Unterschreiten eine Erdverkabelung in Betracht gezogen werden. Nichtsdestotrotz unterstützen wir Piraten natürlich die Energiewende und die dazu nötigen Maßnahmen nach Kräften. Sie kann aber nur gelingen, wenn sie die Bürger mitgestalten können.

Siehe auch die Information der Landesregierung: Landesregierung will Netzausbau an der Westküste beschleunigen

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