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Patrick Breyer zu Bahnanbindung Glückstadt – Piraten schlagen Minister vor, die Fahrgäste entscheiden zu lassen

Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) bekräftigte heute in einem öffentlichen Gespräch mit Abgeordneten und Mitgliedern der Piratenpartei den politischen Willen der Landesregierung, die Marschbahn zukünftig nicht mehr in Glückstadt halten zu lassen. Der Minister versprach allerdings, dass die Verbindungen nach Hamburg-Altona gegenüber den bisherigen Planungen verstärkt werden sollen. Dies und die Ergebnisse einer Telefonbefragung sollen am kommenden Montag, den 29.10.2012, in Glückstadt im Kreise der lokalen Politik und Stadt vorgestellt werden.

Hauptargument des Ministers gegen die Beibehaltung des stündlichen Halts der Marschbahn in Glückstadt ist die Verkürzung der Reisezeit zwischen Westerland und Hamburg um sieben Minuten (tatsächlich sind es drei Minuten). Außerdem angeführt wurden finanzielle und technische Aspekte. Dazu erklärt der Piratenabgeordnete Patrick Breyer, Mitglied des Wirtschaftsausschusses und des LVS-Beirats: “Wir fordern die vollständige, barrierefreie Offenlegung aller Fahrpläne sowohl vom Personen- als auch vom Güterverkehr, damit die Glückstädter in Zusammenarbeit mit Pro Bahn die Ergebnisse der LVS nachvollziehen und gegebenenfalls einen Alternativvorschlag entwickeln können. Was die Zeitersparnis um wenige Minuten angeht, habe ich dem Minister vorgeschlagen, die Fahrgäste der Marschbahn zu befragen, ob ihnen der Halt in Glückstadt oder die geringfügige Zeitersparnis wichtiger ist.” Der Glückstädter Pirat Dr. Siegfried Hansen brachte es auf den Punkt: “Was ist wichtiger? Drei Minuten Fahrzeitersparnis oder die angemessene Bahnanbindung von 12.000 Glückstädter Bürgern?”

Das vollständige Gespräch mit dem Minister kann – wie bei den Piraten üblich – im Internet nachgehört werden: http://fraktion.piratenpartei-sh.de/2012-10-25-gespraech-mit-wirtschaftminister/

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