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Dänemark sollte dem Fehmarnbelttunnel den Gnadenstoß versetzen

fehmarnbeltÄußerungen maßgeblicher dänischer Politiker, die den geplanten Fehmarnbelttunnel in Frage stellen, kann ich nur begrüßen:

Endlich beginnt sich in Dänemark die Erkenntnis durchzusetzen, dass die Finanzierungsplanung für den Mega-Tunnel wie ein Kartenhaus zusammenzubrechen droht. Die Mauteinnahmen sind in Anbetracht des angekündigten Parallelbetriebs der Fähre viel zu optimistisch kalkuliert und schöngerechnet. Ich kann die dänischen Politiker nur vor dem Bau auf dieser Grundlage warnen und ihnen zu einer unabhängigen Neubewertung und Neuverhandlung raten.

Gäbe es ein Lehrbuch für das Durchpeitschen verfehlter Großprojekte, müsste das deutsch-dänische Tunnelprojekt ganz vorne Erwähnung finden: Über die Köpfe der betroffenen Bürger hinweg hinter verschlossenen Türen ausgehandelt, mit augenscheinlich schöngerechneten Zahlen untermauert, gegen den Rat des Bundesrechnungshofs beschlossen, trotz Kostensteigerungen von über 100% und über den Haufen geworfener Zeitpläne vorangetrieben ist das Vorhaben eines Fehmarnbelttunnels exemplarisch für verfehlte Verkehrsprojekte in Deutschland.

Wenn unsere Steuergelder für politische Wunschprojekte mit einem so schlechten Kosten-Nutzen-Verhältnis verbrannt werden, wundert mich der schlechte Zustand unserer verkehrlichen und digitalen Infrastruktur nicht. Die deutsche Anbindung darf nicht länger Mittel und Planer klauen, die für dringliche Verkehrsprojekte in Schleswig-Holstein dringend benötigt werden.

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