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Wir brauchen eine Gerechtigkeitsdebatte über Gehälter der Sparkassenchefs

Auf Initiative der PIRATEN[1] verpflichtete Schleswig-Holstein die Sparkassen 2015 als zweites Bundesland überhaupt zur Offenlegung ihrer Managergehälter. Heute wurden die ersten Zahlen veröffentlicht [2]. Dazu der Vorsitzende der Piratenfraktion, Dr. Patrick Breyer (PIRATEN):

“Transparenz ist nur der erste Schritt – angesichts des Ergebnisses brauchen wir nun eine Gerechtigkeitsdebatte. Nicht nur verdienen mehrere Manager regionaler Sparkassen das 10-fache von Sparkassenangestellten, mehr als Finanzministerin Heinold (rund 140.000 Euro) und mehr als die Bundeskanzlerin – zum Teil wird fast das Doppelte des Gehalts noch mal zusätzlich für die Pension zurückgestellt.

Es kann nicht sein, dass Sparkassen monatelang arbeiten müssen, nur um die Pensionen ihrer Vorstände zu erwirtschaften – und dass tiefverschuldete Kommunen als ihre Träger dann leer ausgehen, weil kaum ausgeschüttet wird. Die Sparkassen bauen Personal ab, schließen Filialen und reden über Strafzinsen für ihre Kunden – da sind Luxuspensionen nicht zu rechtfertigen. Die Sparkassen sollten jetzt die Fakten auf den Tisch legen und die Frage beantworten, wieviel Prozent ihres letzten Gehalts den Vorständen als Pension zugesagt wurde. Angemessene Vergütungen sind eine Frage sozialer Gerechtigkeit.

Finanzministerin Heinold muss jetzt die Frage beantworten, warum die von Investitionsbank und der Provinzial gezahlten Gehälter geheim bleiben sollen – und warum sie die von anderen öffentlichen Unternehmen gemeldeten Daten bis Herbst unter Verschluss halten will.”

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